Antigen-reaktive T-Zellen zur Diagnose und Therapie von Schimmelpilz-assoziierten Erkrankungen in Risikopatienten

Vorhabenlaufzeit: 09.2016-08.2019

 

Aspergillus fumigatus (A. fumigatus) und andere Schimmelpilze verursachen lebensbedrohende Infektionen in immunsupprimierten Patienten oder allergische Reaktionen in Patienten mit Cystischer Fibrose (CF), Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und Nicht-CF Bronchiektasen. Das wirkliche Ausmaß der Pilz-assoziierten Pathologien ist in den meisten Fällen nicht genau bekannt, da Pilze Teil unserer täglichen Umgebung sind und daher der rein mikrobiologische Nachweis kein probates diagnostisches Mittel darstellt. Demzufolge erfolgen Therapien häufig ungenau und verzögert, da diagnostische Methoden den zugrundeliegenden Wirt-Pathogen-Status, also Besiedelung versus Sensibilisierung versus Infektion, diagnostisch derzeit nicht erfassen.

Mit dem von uns entwickelten Immunzell-basierten Verfahren, der Antigen-reactive T cell enrichment (ARTE)-Technologie, können T-Zellen, die spezifisch auf ein bestimmtes Antigen reagieren, isoliert und angereichert werden. ARTE erlaubt, den Wirt-Pathogen-Status exakt zu bestimmen und diagnostisch für die Kategorisierung von Patienten(-gruppen) zu nutzen. ART4Fun integriert den Wirt-Pathogen-Status, klinisch-epidemiologische und veterinärmedizinische Daten für eine übergreifende Diagnostik und Risikostratifizierung Pilz-assoziierter Lungenerkrankungen, wie z.B. der Cystischen Fibrose, der invasiven Mykose, der exogen allergischen Alveolitis und Asthma und entwickelt darauf aufbauend neue Therapie- und Präventionsstrategien.

Beteiligte Partner:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin (Koordinator)
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Jena)
  • Freie Universität Berlin
  • Mukoviszidose Institut gGmbH (Bonn)
  • Miltenyi Biotec GmbH (Bergisch Gladbach)