Der Einfluss von Klimaveränderungen auf das Auftreten von Infektionen in Deutschland und Untersuchungen zur Dekolonisation

Vorhabenlaufzeit: 11.2015-04.2019

 

In dem Projekt „Climate and pathogens – Impact of decolonization“ (CLIP-ID) wird in einem fachbereichsübergreifenden Verbund aus Medizinern, Klimaforschern und Infektionsepidemiologen der Einfluss von Klimaveränderungen auf das Auftreten von Infektionen und multiresistenten Erregern in Deutschland untersucht. Es ist bereits bekannt, dass die Anzahl der Blutstrominfektionen und Neuinfektionen mit Gram-negativen Erregern auf Intensivstationen in den Sommermonaten zunehmen. Zudem soll untersucht werden, ob die Waschung von Patienten auf Intensivstationen mit Produkten, die Bakterien abtöten können, hilft, die Anzahl von Infektionen und multiresistenten Erregern zu reduzieren.

In Zusammenarbeit mit einem Unternehmen werden neue präventive Hautdesinfektionsmaßnahmen getestet und angewandt, um Infektionen zukünftig zu vermeiden und besser kontrollieren zu können. Dazu werden verschiedene Wirkstoffe eingesetzt. Ziel ist es, die mikrobielle Besiedlung von Haut und Nase mit Keimen, die Infektionen verursachen können, zu beseitigen. Die Wirksamkeit der desinfizierenden Wirkstoffe wird anhand der Häufigkeit von Blutstrominfektionen und multiresistenten Erregern überprüft. Gleichermaßen wird untersucht, ob es bei einer solchen Maßnahme neben der gewünschten Beseitigung von nachteiligen Hautmikroorganismen auch eine Veränderung der Hautbesiedelung mit für den Menschen förderlichen Mikroorganismen gibt.

Beteiligte Partner:

  • Charité - Universitätsmedizin Berlin (Koordinator)
  • Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
  • Robert Koch-Institut (Berlin)
  • Universitätsklinikum Jena