News

Ein am Universitätsklinikum Jena entwickelter Antikörper hat nun in einer Studie gezeigt, dass er vielversprechendes Potenzial im Kampf gegen die Sepsis aufweist. Wichtige Meilensteine im Test auf dem Weg zum Einsatz als Medikament hat der Antikörper bereits passiert: seine Sicherheit in der Anwendung im Menschen und seine biologische Wirksamkeit sind nachgewiesen. Auch Hinweise darauf, dass der Antikörper bei richtiger Dosierung wie gewünscht die bei Sepsis-Erkrankten überschießende Immunantwort des Körpers dämpft, zeigt die Studie. Denn nicht die Krankheitserreger selbst zerstören hier den Körper. Das Immunsystem versucht vergeblich, die in die Blutbahn vorgedrungenen Erreger zu beseitigen, und beschädigt hierbei die körpereigenen Organe, welche nach und nach ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. Auf dem Weg zur Marktzulassung muß der Antikörper nun in noch größeren Studien getestet werden. Dafür werden Gelder in zweistelliger Millionenhöhe benötigt. In vier bis fünf Jahren könnte es soweit sein, dass dieser Antikörper hilft, Patienten zu retten, die ansonsten durch die Folgen der Sepsis sterben würden.

Zurück

Ansprech­partner­in

Monika Kirsch

Monika Kirsch
Wissenschafts­kommunikation

Telefon: +49 3641 532-1108
Telefax: +49 3641 532-2108
monika.kirsch@leibniz-hki.de

Interessantes

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen über den Forschungsverbund, seine Projekte und infektionsrelevante Themen.