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Jena. Das Konsortium InfectControl 2020 widmet sich unter anderem der Aufklärung zu den Themen Infektionen und Antibiotika. Die Geschäftsstelle in Jena entwickelte nun gemeinsam mit Absolventinnen der Bauhaus-Universität Weimar einen Trickfilm, der sowohl über den richtigen Gebrauch von Antibiotika aufklärt als auch Grundwissen der Genetik vermittelt.

Der Herbst beschert uns ein prächtiges Farbenspiel: die Wälder leuchten in verschiedenen Gelb- und Rottönen. Doch auch die Nasen einiger Menschen färben sich in dieser Zeit rot – ein Zeichen, dass sich Erkältungen wieder vermehrt verbreiten. Zur anlaufenden Erkältungssaison veröffentlicht das Konsortium InfectControl 2020 einen zehnminütigen Animationsfilm, der die Entstehung von Antibiotikaresistenzen, den richtigen Gebrauch von Antibiotika und wichtige Hygienemaßnahmen erklärt. So werden Erkältungen durch Viren ausgelöst und können nicht mit Antibiotika bekämpft werden – ein häufiger Grund für deren unsachgemäßen Einsatz, der die Ausbreitung von Resistenzen fördert.

Der Film thematisiert somit auch ein politisch hochaktuelles Thema: Trotz der zunehmenden Ausbreitung resistenter Keime stoppen große Pharmaunternehmen aus wirtschaftlichen Erwägungen die Entwicklung neuer Antibiotika. Zurzeit geben nur vier der 25 größten Pharmakonzerne der Welt an, überhaupt noch an der Entwicklung neuer Antibiotika zu arbeiten. Gleichzeitig erklärt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Antibiotikaresistenzen zu einer der größten Gefahren unseres Jahrhunderts.

Eine Schlüsselfunktion bei der Bekämpfung von Resistenzen kommt hier dem sinnvollen Gebrauch von Antibiotika zu. Denn wenn die vorhandenen Antibiotika wohlbedacht eingesetzt werden, kann die Entwicklung von Resistenzen zumindest verzögert werden. Genau hier setzt der neue Informationsfilm an. Er richtet sich an Schüler ab der 10. Klasse sowie an interessierte Laien und erklärt auf anschauliche Weise auch Grundwissen der Genetik. Somit kann er im Schulunterricht eingesetzt werden.

Der Film entstand in enger Zusammenarbeit mit Katja Bliß und Maria Fernanda Sánchez-Santafé, Absolventinnen der Bauhaus-Universität Weimar. „Es war eine interessante und sehr kreative Zusammenarbeit, schließlich musste das Fachwissen verständlich aufbereitet und künstlerisch ansprechend umgesetzt werden“, sagt InfectControl 2020-Geschäftsführerin Hanna Heidel-Fischer, die das Drehbuch verfasst hatte. „Mit den beiden Studentinnen kam auch der Blick der jüngeren Generation in das Projekt, die wir ja als Zielgruppe mit dem Film besonders ansprechen möchten.“ Zu sehen ist der Film auf dem YouTube-Kanal von InfectControl 2020. Auf Anfrage bietet die Geschäftsstelle von InfectControl 2020 den Animationsfilm auch zum Download zum Beispiel für den Schulunterricht an.

Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=gwJgdptR3t8&feature=youtu.be

Bildunterschrift

Szenenbild
Teile der in einem Bakterium vorhandenen genetischen Informationen können auch nach dem Tod des Bakteriums weitergegeben werden. Diesen Vorgang nennt man Transformation. Mit diesem Mechanismus können sich Resistenzen auch über Artgrenzen hinweg verbreiten.
Quelle: InfectControl 2020

Das Konsortium InfectControl 2020

In dem deutschlandweit agierenden Konsortium InfectControl 2020 haben sich Wissenschaft und Wirtschaft zusammengeschlossen, um Infektionskrankheiten langfristig zu vermeiden, schneller zu erkennen und konsequent zu bekämpfen. InfectControl 2020 wird im Programm Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kontakt

Dr. Hanna Heidel-Fischer
Strategieentwicklung

03641 5321549

hanna.heidel-fischer@leibniz-hki.de

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
Adolf-Reichwein-Straße 23

07745 Jena

www.leibniz-hki.de

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InfectControl

Der Forschungsverbund InfectControl vereint Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die gemeinsam neue Strategien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten entwickeln. Die Forschungsprojekte des vom BMBF geförderten Konsortiums überschreiten stets die Grenzen von klassischen Fachdisziplinen und betrachten Infektionskrankheiten konsequent nach dem One-Health-Ansatz.

Ansprech­partner­in

Monika Kirsch

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